Zusatzbezeichnungen

Zusatzbezeichnungen nach Fachrichtung: welche Qualifikationen in zwölf Fächern üblich sind

Nicht jede Zusatz-Weiterbildung steht jedem Fach offen. Die (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018 legt für jede Bezeichnung die Zugangsgebiete fest: Geriatrie für fünf Gebiete, Intensivmedizin für sechs, Medikamentöse Tumortherapie für acht, Palliativmedizin für alle Gebiete der unmittelbaren Patientenversorgung. Diese Seite zeigt für die zwölf Fachrichtungen, in denen Sanovetis vermittelt, welche Zusatzbezeichnungen und Schwerpunkte typisch sind, was sie voraussetzen und wofür sie beruflich stehen.

  • 12 Fachrichtungen
  • Zugangsgebiete
  • Dauer
  • Schwerpunkte
  • Karrierewert
  • MWBO 2018
Ärztin und Arzt mit Tablet besprechen Weiterbildungsoptionen in der Klinik
Für wen diese Seite ist
Fachärztinnen und Fachärzte
die wissen wollen, welche Zusatzbezeichnungen in ihrem Fach möglich und sinnvoll sind, bevor sie Zeit und Geld investieren
Kurz gesagt

Erst das Zugangsgebiet prüfen, dann den Nutzen: so wählen Sie eine Zusatz-Weiterbildung.

Drei Fragen sortieren die Auswahl. Erstens: Steht die Zusatz-Weiterbildung meinem Facharztgebiet nach der Weiterbildungsordnung offen? Zweitens: Was verlangt sie, ein Kurs, Fallseminare, Weiterbildung unter Befugnis von 12, 18 oder 24 Monaten? Drittens: Wofür brauche ich sie, für eine Leitungsposition in der Klinik, für eine Abrechnungsgenehmigung in der Praxis oder für ein Versorgungsprofil, das mir wichtig ist? Seit der MWBO 2018 sind Zusatz-Weiterbildungszeiten zusätzlich zur Facharztweiterbildung abzuleisten, die Mindestzeiten wurden dafür meist auf 12 bis 24 Monate verkürzt. Verbindlich ist die Weiterbildungsordnung Ihrer Landesärztekammer.

Zwölf Fachrichtungen

Zusatzbezeichnungen und Schwerpunkte je Fach, mit Voraussetzungen nach MWBO 2018.

Angaben zu Zugangsgebieten und Mindestzeiten folgen der (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018 in der Fassung vom Juli 2026. Schwerpunkte sind als solche markiert. Landesärztekammern können abweichen.

Fachrichtung

Allgemeinmedizin

Das Fach mit der größten Auswahl: fast alle Zusatz-Weiterbildungen der unmittelbaren Patientenversorgung stehen offen. Sinnvoll ist, was zum Praxisprofil und zur Region passt.

Geriatrie18 Monate unter Befugnis; für die hausärztliche Versorgung älterer Menschen und Heimversorgung
Palliativmedizin40 Stunden Kurs, 120 Stunden Fallseminare, Weiterbildung unter Befugnis; Grundlage für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung
Notfallmedizin24 Monate stationär (davon 6 Intensiv/Anästhesie/Notaufnahme), 80-Stunden-Kurs, 50 Einsätze; in ländlichen Regionen oft erwartet
Diabetologie12 Monate unter Befugnis; Voraussetzung für diabetologische Schwerpunktpraxen
Suchtmedizinische Grundversorgung50 Stunden Kurs; Voraussetzung für die Substitutionsbehandlung
Schlafmedizin, Allergologie, ErnährungsmedizinWeiterbildung unter Befugnis, bei Ernährungsmedizin 100 Stunden Kurs und 120 Stunden Fallseminare; ambulante Abrechnungsgenehmigungen
Naturheilverfahren, Akupunktur, Manuelle MedizinKursbasiert (160, 200 beziehungsweise 320 Stunden) plus Weiterbildung unter Befugnis; häufig in Praxen mit Selbstzahlerleistungen
Psychotherapie (fachgebunden)Weiterbildung unter Befugnis; erweitert die hausärztliche Grundversorgung um Richtlinienpsychotherapie
Fachbereich Allgemeinmedizin →
Fachrichtung

Innere Medizin

Neben den Facharztkompetenzen mit Schwerpunkt (72 Monate, zum Beispiel Kardiologie, Gastroenterologie) ergänzen Zusatz-Weiterbildungen das internistische Profil in Klinik und Praxis.

Intensivmedizin18 Monate unter Befugnis; häufig Voraussetzung für Oberarztpositionen mit Intensivverantwortung
Geriatrie18 Monate unter Befugnis; Akutgeriatrie, Reha, Heimversorgung
Diabetologie12 Monate unter Befugnis
Infektiologie12 Monate unter Befugnis; daneben seit 2021 die Facharztkompetenz Innere Medizin und Infektiologie
Palliativmedizin40 Stunden Kurs, 120 Stunden Fallseminare, unter Befugnis
Hämostaseologie12 Monate unter Befugnis
Medikamentöse Tumortherapie12 Monate unter Befugnis; für Internistinnen und Internisten ohne Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie
Notfallmedizin, Schlafmedizin, Allergologie, Ernährungsmedizin, ProktologieJe nach Bezeichnung Kurs, Fallseminare oder 12 Monate unter Befugnis
Fachbereich Innere Medizin →
Fachrichtung

Diabetologie

Diabetologie ist selbst eine Zusatz-Weiterbildung; wer sie führt, ergänzt sie meist um Bezeichnungen, die die Versorgung chronisch Kranker und die Praxisstruktur stärken.

Diabetologie12 Monate unter Befugnis; Zugang aus Allgemeinmedizin, Innerer Medizin und Kinder- und Jugendmedizin
Innere Medizin und Endokrinologie und DiabetologieFacharztkompetenz mit 72 Monaten; die fachärztliche Alternative zur Zusatz-Weiterbildung
Ernährungsmedizin100 Stunden Kurs, 120 Stunden Fallseminare, unter Befugnis
Geriatrie18 Monate unter Befugnis; ältere multimorbide Diabetikerinnen und Diabetiker
Kinder- und Jugend-Endokrinologie und -Diabetologie24 Monate unter Befugnis; nur für Kinder- und Jugendmedizin
Sozialmedizin, Rehabilitationswesen320 Stunden Kurs plus Weiterbildung unter Befugnis; für Reha und MD-Tätigkeit
Fachbereich Diabetologie →
Fachrichtung

Endokrinologie

Die Endokrinologie ist als Facharztkompetenz „Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie" angelegt; Zusatz-Weiterbildungen erweitern sie in Richtung Andrologie, Ernährung und Stoffwechsel.

Innere Medizin und Endokrinologie und DiabetologieFacharztkompetenz, 72 Monate
Andrologie12 Monate unter Befugnis; Zugang aus Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Urologie
Ernährungsmedizin100 Stunden Kurs, 120 Stunden Fallseminare, unter Befugnis
Diabetologie12 Monate unter Befugnis; für Internistinnen und Internisten ohne den Schwerpunkt
Sexualmedizin120 Stunden Kurs, 60 Stunden Fallseminare, unter Befugnis; Voraussetzung unter anderem psychosomatische Grundversorgung
Fachbereich Endokrinologie →
Fachrichtung

Hämatologie und Onkologie

Die Facharztkompetenz „Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie" (72 Monate) ist die Basis; ergänzend zählen vor allem Palliativmedizin, Hämostaseologie und Infektiologie.

Innere Medizin und Hämatologie und OnkologieFacharztkompetenz, 72 Monate; für die Onkologie-Vereinbarung im ambulanten Bereich zentral
Palliativmedizin40 Stunden Kurs, 120 Stunden Fallseminare, unter Befugnis; in onkologischen Abteilungen häufig erwartet
Hämostaseologie12 Monate unter Befugnis
Infektiologie12 Monate unter Befugnis; relevant für immunsupprimierte Patientinnen und Patienten
Medikamentöse Tumortherapie12 Monate unter Befugnis; für andere Gebiete (Chirurgie, Frauenheilkunde, HNO, Haut, MKG, Neurochirurgie, Neurologie), nicht für die Hämatologie und Onkologie selbst
Spezielle Schmerztherapie12 Monate unter Befugnis, 80 Stunden Kurs
Fachbereich Hämatologie und Onkologie →
Fachrichtung

Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Drei Schwerpunkte vertiefen das Fach; Zusatz-Weiterbildungen richten sich nach dem Praxis- oder Klinikprofil.

Gynäkologische OnkologieSchwerpunkt24 Monate; Grundlage für gynäkologische Krebszentren
Gynäkologische Endokrinologie und ReproduktionsmedizinSchwerpunkt24 Monate; Kinderwunschzentren
Spezielle Geburtshilfe und PerinatalmedizinSchwerpunkt24 Monate; Perinatalzentren
Medikamentöse Tumortherapie12 Monate unter Befugnis; ambulante Chemotherapie in der Gynäkologie
Gynäkologische Exfoliativ-ZytologieWeiterbildung unter Befugnis; eigene Zytologie in der Praxis
Palliativmedizin, Sexualmedizin, ProktologieKurs und Fallseminare beziehungsweise 12 Monate unter Befugnis (Proktologie)
Psychotherapie (fachgebunden), AkupunkturWeiterbildung unter Befugnis; 200 Stunden Kurs bei Akupunktur
Fachbereich Gynäkologie →
Fachrichtung

Dermatologie

Zusatz-Weiterbildungen prägen in der Dermatologie das Praxisprofil: Allergologie und Phlebologie ambulant, Dermatopathologie und Tumortherapie in Klinik und Zentren.

AllergologieWeiterbildung gemäß Inhalten unter Befugnis; Zugang aus Haut, Allgemeinmedizin, Arbeitsmedizin, HNO, Innere, Kinder
Dermatopathologie24 Monate unter Befugnis; nur für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Medikamentöse Tumortherapie12 Monate unter Befugnis; dermatoonkologische Systemtherapie
PhlebologieWeiterbildung unter Befugnis; Venenpraxen
Proktologie12 Monate unter Befugnis
Andrologie12 Monate unter Befugnis
Fachbereich Dermatologie →
Fachrichtung

Neurologie

Neurologische Zusatz-Weiterbildungen führen in Intensivmedizin, Geriatrie und Neuroonkologie; für die Praxis sind Schlafmedizin und Schmerztherapie relevant.

Intensivmedizin18 Monate unter Befugnis; neurologische Intensivstationen, Stroke Units
Geriatrie18 Monate unter Befugnis; Neurogeriatrie, Demenz, Parkinson im Alter
Medikamentöse Tumortherapie12 Monate unter Befugnis; Neuroonkologie
SchlafmedizinWeiterbildung unter Befugnis; Schlaflabore
Spezielle Schmerztherapie12 Monate unter Befugnis, 80 Stunden Kurs
Palliativmedizin, NotfallmedizinKurs und Fallseminare; Notfallmedizin mit 24 Monaten stationär, Kurs und 50 Einsätzen
Rehabilitationswesen, Sozialmedizin320 Stunden Kurs plus Weiterbildung unter Befugnis; neurologische Reha
Fachbereich Neurologie →
Fachrichtung

Psychiatrie und Psychotherapie

Ein Schwerpunkt und mehrere Zusatz-Weiterbildungen, die vor allem Sucht, Alter und Begutachtung abdecken.

Forensische PsychiatrieSchwerpunkt24 Monate; Maßregelvollzug und Begutachtung
Geriatrie18 Monate unter Befugnis; Gerontopsychiatrie
Suchtmedizinische Grundversorgung50 Stunden Kurs; Substitution und Suchtambulanzen
SchlafmedizinWeiterbildung unter Befugnis
PsychoanalyseWeiterbildung unter Befugnis
Sexualmedizin120 Stunden Kurs, 60 Stunden Fallseminare, unter Befugnis
Sozialmedizin, Rehabilitationswesen320 Stunden Kurs plus Weiterbildung unter Befugnis; Begutachtung, Reha
Fachbereich Psychiatrie →
Fachrichtung

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Zusatz-Weiterbildungen vertiefen die psychotherapeutische Kompetenz und öffnen Schmerz-, Schlaf- und Rehabereiche.

PsychoanalyseWeiterbildung unter Befugnis
Spezielle Schmerztherapie12 Monate unter Befugnis, 80 Stunden Kurs; multimodale Schmerztherapie
SchlafmedizinWeiterbildung unter Befugnis
Sexualmedizin120 Stunden Kurs, 60 Stunden Fallseminare, unter Befugnis
Suchtmedizinische Grundversorgung50 Stunden Kurs
Sozialmedizin, Rehabilitationswesen320 Stunden Kurs plus Weiterbildung unter Befugnis; psychosomatische Reha
Fachbereich Psychosomatik →
Fachrichtung

Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie

Die Zusatz-Weiterbildungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind wenige, aber für Praxis und Klinik prägend.

PsychoanalyseWeiterbildung unter Befugnis; Zugang auch aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Suchtmedizinische Grundversorgung50 Stunden Kurs
Sexualmedizin120 Stunden Kurs, 60 Stunden Fallseminare, unter Befugnis
Sozialmedizin, Rehabilitationswesen320 Stunden Kurs plus Weiterbildung unter Befugnis; Begutachtung, Jugendhilfe-Schnittstellen
Ärztliches QualitätsmanagementKurs-Weiterbildung nach dem Kursbuch der Bundesärztekammer; für Leitungsfunktionen
Fachbereich Kinder- und Jugendpsychiatrie →
Fachrichtung

Radiologie und Nuklearmedizin

Zwei Schwerpunkte in der Radiologie und zwei Zusatz-Weiterbildungen, die die beiden Fächer gegenseitig öffnen.

NeuroradiologieSchwerpunkt24 Monate; neurovaskuläre Zentren, Thrombektomie
Kinder- und JugendradiologieSchwerpunkt24 Monate
Nuklearmedizinische Diagnostik für Radiologen24 Monate unter Befugnis; nur für Radiologie
Röntgendiagnostik für Nuklearmediziner24 Monate unter Befugnis; nur für Nuklearmedizin
Magnetresonanztomographie (fachgebunden)24 Monate an Weiterbildungsstätten im Gebiet Radiologie; für Fachärztinnen und Fachärzte anderer Gebiete, nicht für Radiologie selbst
Medizinische Informatik, Ärztliches QualitätsmanagementKurs-Weiterbildungen; für IT-nahe und leitende Funktionen in Radiologie-Verbünden
Fachbereich Radiologie und Nuklearmedizin →
Der Nutzen

Wofür Zusatzbezeichnungen beruflich stehen: Klinik, Praxis, Abrechnung.

Klinik

Leitung und Verantwortung

Intensivmedizin, Geriatrie, Klinische Akut- und Notfallmedizin und Palliativmedizin sind in vielen Häusern Voraussetzung für Oberarzt- und Chefarztpositionen mit entsprechender Verantwortung; sie ermöglichen die Abrechnung komplexer Behandlungen und die Leitung spezialisierter Bereiche.

Karriere als Oberarzt →
Praxis und MVZ

Genehmigungen und Profil

Diabetologie, Schlafmedizin, Allergologie, Proktologie, Spezielle Schmerztherapie oder Suchtmedizinische Grundversorgung sind an Abrechnungsgenehmigungen der Kassenärztlichen Vereinigungen gekoppelt und prägen das Leistungsprofil einer Praxis.

Niederlassung nach Fachrichtung →
Vergütung

Verhandlungsposition

Zusatzbezeichnungen begründen in Klinik und MVZ außertarifliche Zulagen und Funktionsstellen; in Praxen erweitern sie das abrechenbare Spektrum. Was üblich ist, hängt vom Fach und vom Haus ab.

Gehaltsverhandlung →
Der Weg

Von der Auswahl bis zur Urkunde.

  1. 1

    Zugang und Nutzen prüfen

    Zugangsgebiet in der Weiterbildungsordnung Ihrer Kammer prüfen, Ziel festlegen: Klinikfunktion, Praxisprofil oder Versorgungsschwerpunkt.

  2. 2

    Stätte mit Befugnis finden

    Für Bezeichnungen mit Weiterbildungszeit eine Stätte mit Befugnis für genau diese Zusatz-Weiterbildung; Umfang und Fassung der Befugnis einsehen.

  3. 3

    Kurse und Zeiten absolvieren

    Kurse nach dem Kursbuch der Bundesärztekammer, Fallseminare, Weiterbildungszeit unter Befugnis; eLogbuch fortlaufend führen.

  4. 4

    Antrag und Prüfung

    Zulassung zur Prüfung bei der Landesärztekammer, Fachgespräch, Urkunde; danach Genehmigungen bei der KV beantragen, wenn ambulant relevant.

Unsere Rolle

Wir vermitteln nach Fach und Qualifikation, nicht nach Stichwort.

Sanovetis vermittelt Fachärztinnen und Fachärzte in Klinik, MVZ und Praxis. Ihre Zusatzbezeichnungen und Schwerpunkte fließen in die Auswahl passender Positionen ein: Intensivmedizin und Geriatrie für Klinikfunktionen, Diabetologie oder Schlafmedizin für Praxen mit entsprechendem Profil. Wenn Sie eine Zusatz-Weiterbildung noch vor sich haben, sagen wir Ihnen, welche Häuser dafür eine Befugnis haben.

  • Für Ärztinnen und Ärzte kostenfrei
  • Vertraulich
  • Kein Kontakt zu Ihrem Arbeitgeber ohne Ihre Zustimmung
Ärztinnen und Ärzte im Austausch über Weiterbildung und Karriere
Häufige Fragen

Was zu Zusatzbezeichnungen nach Fachrichtung am häufigsten gefragt wird.

Was ist der Unterschied zwischen Zusatzbezeichnung und Schwerpunkt?
Eine Schwerpunktbezeichnung vertieft ein Gebiet innerhalb der Facharztkompetenz, zum Beispiel Gynäkologische Onkologie in der Frauenheilkunde oder Neuroradiologie in der Radiologie, und ist an genau dieses Gebiet gebunden. Eine Zusatz-Weiterbildung ergänzt die Facharztkompetenz um eine Qualifikation, die oft mehreren Gebieten offensteht, etwa Geriatrie, Palliativmedizin oder Intensivmedizin. In der MWBO 2018 sind die Zugangsgebiete für jede Zusatz-Weiterbildung einzeln festgelegt.
Kann ich jede Zusatzbezeichnung mit meinem Facharzt erwerben?
Nein. Für jede Zusatz-Weiterbildung nennt die MWBO die zugelassenen Facharztgebiete. Geriatrie steht zum Beispiel fünf Gebieten offen, Intensivmedizin sechs, Medikamentöse Tumortherapie acht; andere wie Palliativmedizin oder Psychotherapie allen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung. Diese Seite ordnet die üblichen Zusatzbezeichnungen den Fachrichtungen zu, in denen Sanovetis vermittelt.
Zählen Zeiten aus der Facharztweiterbildung für die Zusatzbezeichnung?
Grundsätzlich nicht mehr. Die MWBO 2018 hat die „versenkbaren Zeiten" abgeschafft; Weiterbildungszeiten für Zusatz-Weiterbildungen sind zusätzlich abzuleisten. Die einzige Ausnahme ist die Notfallmedizin, deren klinische 24 Monate innerhalb der Facharztweiterbildung liegen können. Qualifiziert erworbene Kompetenzen können jedoch anerkannt werden.
Welche Zusatzbezeichnung lohnt sich für die Karriere am meisten?
Das hängt vom Fach und vom Ziel ab. Für Leitungspositionen in Kliniken sind Intensivmedizin, Geriatrie, Klinische Akut- und Notfallmedizin und Palliativmedizin häufig gefragt; im ambulanten Bereich eröffnen Diabetologie, Schlafmedizin, Allergologie, Proktologie oder Spezielle Schmerztherapie eigene Abrechnungsmöglichkeiten und Genehmigungen der Kassenärztlichen Vereinigung. Entscheidend ist, ob die Bezeichnung zu Ihrem Fach, Ihrer Abteilung und Ihrem Wunschumfeld passt.
Wie lange dauert eine Zusatz-Weiterbildung?
Zwischen einem reinen Kurs (Suchtmedizinische Grundversorgung: 50 Stunden) und 24 Monaten Weiterbildung unter Befugnis (zum Beispiel Dermatopathologie oder Handchirurgie). Häufig sind 12 Monate (Diabetologie, Infektiologie, Proktologie, Medikamentöse Tumortherapie) und 18 Monate (Geriatrie, Intensivmedizin), teils mit Kursen und Fallseminaren kombiniert. In Teilzeit verlängert sich die Zeit entsprechend.
Was gilt, wenn meine Kammer von der MWBO abweicht?
Verbindlich ist immer die Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer, deren Mitglied Sie sind. Alle Kammern haben die MWBO 2018 umgesetzt, aber mit Abweichungen im Detail, etwa bei Zugangsgebieten, Kursumfängen oder Übergangsfristen. Die Angaben auf dieser Seite folgen der MWBO; prüfen Sie Ihre Kammerordnung.
Vermittelt Sanovetis nach Zusatzbezeichnungen?
Ja. Viele Positionen setzen eine Zusatzbezeichnung voraus oder honorieren sie: Intensivmedizin und Geriatrie in Kliniken, Diabetologie und Schlafmedizin in Praxen und MVZ, Palliativmedizin in Onkologie und Hausarztpraxen. Wir berücksichtigen Ihre Bezeichnungen bei der Auswahl passender Positionen. Für Ärztinnen und Ärzte ist die Vermittlung kostenfrei.

Stand: September 2026. Grundlage: (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018 der Bundesärztekammer, Abschnitte B und C, in der Fassung vom Juli 2026. Angaben zu Zugangsgebieten und Mindestzeiten folgen der MWBO; verbindlich ist die Weiterbildungsordnung Ihrer Landesärztekammer.

Qualifikation trifft Position

Wir kennen die Häuser, die Ihre Zusatzbezeichnung brauchen.

Fachärztinnen und Fachärzte sprechen mit uns vertraulich über Positionen in Klinik, MVZ und Praxis, die zu ihrem Fach und ihren Qualifikationen passen. Für Ärztinnen und Ärzte kostenfrei.

Beratungsgespräch mit einer Ärztin bei Sanovetis

Sanovetis vermittelt Fachärztinnen und Fachärzte, Oberärztinnen und Oberärzte sowie ärztliche Leitungen in Klinik, MVZ und Praxis. Für Ärztinnen und Ärzte ist die Vermittlung kostenfrei.