Für Einrichtungen · Fachbereich Neurologie
Ärztevermittlung Neurologie
Eine Stroke Unit mit Thrombektomie-Anbindung, eine neurologische Frührehabilitation und eine ambulante Praxis mit EEG und Neurographie suchen sehr unterschiedliche Neurologinnen und Neurologen. Wir klären Versorgungsauftrag, Dienstmodell und Diagnostik Ihrer Position, bevor wir jemanden ansprechen.

Ausgangslage
Der Markt, aus dem Sie einstellen
Die Neurologie ist ein klinisch geprägtes Fach. Der größte Teil der Fachärztinnen und Fachärzte arbeitet im Krankenhaus, die ambulante Versorgung ist vergleichsweise klein. Wer einstellt, spricht deshalb meist Klinikärzte an, die bereits fest eingebunden sind.
Quelle: Bundesärztekammer, Ärztestatistik zum 31.12.2025, Tabellen 3 und 9. Anteil stationär über alle Fächer: 233.519 von 446.120 berufstätigen Ärztinnen und Ärzten.
Profile
Wen wir für neurologische Positionen ansprechen
Akutneurologie, Frührehabilitation und ambulante Neurologie verlangen unterschiedliche Erfahrung. Ein Neurologe aus der Stroke Unit ist nicht automatisch der richtige für eine Reha-Klinik, und umgekehrt.
Facharzt Neurologie für Stroke Unit und Akutneurologie
Für Kliniken mit neurologischer Notfallversorgung
Worum es geht
Akutdiagnostik und Lysetherapie beim Schlaganfall, Versorgung von Epilepsie, entzündlichen und neuromuskulären Erkrankungen sowie Konsile für andere Abteilungen.
Was das Matching verändert
Dienstlast und Schnittstellen. Ob die Klinik selbst thrombektomiert oder in ein Zentrum verlegt und wie viele Dienste anfallen, entscheidet über die Zusage.
Worauf wir achten
Erfahrung in der Akutversorgung, Sicherheit in Neurosonografie und Elektrophysiologie und Belastbarkeit im Dienst.
Oberärztin und Oberarzt Neurologie
Für Abteilungen, die eine oberärztliche Position besetzen
Worum es geht
Verantwortung für Station oder Stroke Unit, Hintergrunddienste, Weiterbildung und Qualitätssicherung.
Was das Matching verändert
Die meisten geeigneten Kandidaten sind bereits Oberärzte oder kurz davor und wechseln nur für einen klaren Schritt, etwa einen eigenen Bereich.
Worauf wir achten
Welche Verantwortung die Position wirklich hat und wie die Hintergrunddienste verteilt sind.
Neurologische Frührehabilitation und Rehabilitation
Für Reha-Kliniken und Frühreha-Bereiche
Worum es geht
Behandlung nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder bei neurodegenerativen Erkrankungen, eng verzahnt mit Therapie und Pflege.
Was das Matching verändert
Viele Kandidaten suchen nach Jahren in der Akutneurologie planbare Zeiten. Entscheidend ist, wie viel ärztliche Verantwortung die Position hat.
Worauf wir achten
Ob die Person Rehabilitation als eigenes Feld versteht und interdisziplinär führen will.
Neurologin und Neurologe in Praxis und MVZ
Für ambulante Einrichtungen
Worum es geht
Ambulante Diagnostik und Behandlung, etwa bei Kopfschmerz, Epilepsie, Multipler Sklerose oder Parkinson, mit EEG, Neurographie und Ultraschall.
Was das Matching verändert
Ob die Praxis rein neurologisch arbeitet oder auch psychiatrische Patienten versorgt. Das verändert den Kreis der Kandidaten.
Worauf wir achten
Erfahrung in der ambulanten Langzeitbehandlung und mit der eigenen Funktionsdiagnostik.
Nervenärztin und Nervenarzt
Für Praxen mit neurologischem und psychiatrischem Spektrum
Worum es geht
Nervenärzte und doppelt qualifizierte Ärzte behandeln neurologische und psychiatrische Erkrankungen in einer Hand.
Was das Matching verändert
Die Gruppe ist klein, weil die Bezeichnung Nervenarzt nach der heutigen Weiterbildungsordnung nicht mehr erworben wird. Häufig passen auch Neurologen mit psychiatrischer Erfahrung.
Worauf wir achten
Wie sich die Fälle auf Neurologie und Psychiatrie verteilen und welche Qualifikation für den Sitz nötig ist.
Kandidatenperspektive
Was Neurologinnen und Neurologen vor einer Zusage wissen wollen
Diese Fragen hören wir in Gesprächen mit Neurologen immer wieder. Ihre Antworten entscheiden oft mehr als die Vergütung.
Grundlage sind unsere eigenen Kandidatengespräche. Wir geben sie als Erfahrung wieder, nicht als Statistik.
Wie viele Dienste fallen an?
Vordergrund- und Hintergrunddienste pro Monat und ob die Stroke Unit eine eigene Besetzung hat.
Wie läuft die Schlaganfallversorgung?
Ob die Klinik selbst thrombektomiert, mit welchem Zentrum sie kooperiert und wie schnell die Bildgebung verfügbar ist.
Welche Diagnostik gibt es?
EEG, EMG, Neurographie, evozierte Potenziale und Ultraschall und ob die Geräte aktuell sind.
Wie ist die Zusammenarbeit mit der Neuroradiologie?
Ob es eine eigene Neuroradiologie im Haus gibt oder Befunde extern kommen.
Welche Schwerpunkte kann ich ausbauen?
Etwa Epilepsie, Bewegungsstörungen, neuroimmunologische Erkrankungen oder Schlafmedizin.
Wie groß ist das Team?
Wie viele Fachärztinnen und Fachärzte, wie die Oberarztstruktur aussieht und wer im Hintergrund erreichbar ist.
Gibt es Zeit für Weiterbildung und Fortbildung?
Ob Weiterbildungsbefugnis besteht und Fortbildungen wirklich genehmigt werden.
Ist Teilzeit möglich?
Ob reduzierte Stunden auch mit Diensten vereinbar sind und wie das im Team geregelt wird.

Einrichtungstyp
Akutklinik, Reha oder Praxis: der Rahmen entscheidet
Dieselbe Neurologin passt in eine Reha-Klinik und nicht auf eine Stroke Unit mit hoher Dienstlast, oder umgekehrt. Wir suchen nach dem Umfeld, in dem sie arbeiten wird.
Neurologische Akutklinik
Stroke Unit, Intensivbezug und Notaufnahme
Was die Tätigkeit prägt
Hoher Anteil an Notfällen, enge Taktung und viel Abstimmung mit Neuroradiologie, Intensivmedizin und Neurochirurgie.
Welche Erfahrung zählt
Akutneurologische Erfahrung, Sicherheit in der Lyse und in der Notfalldiagnostik.
Wer typischerweise passt
Ärztinnen und Ärzte, die Akutmedizin suchen und Dienste mittragen.
Neurologische Reha-Klinik
Frührehabilitation und weiterführende Reha
Was die Tätigkeit prägt
Längere Behandlungsverläufe, Teamarbeit mit Therapie und Pflege und planbare Arbeitszeiten.
Welche Erfahrung zählt
Erfahrung mit Rehabilitationszielen, Teamführung und Angehörigengesprächen.
Wer typischerweise passt
Neurologinnen und Neurologen, die Verläufe begleiten und weniger Nachtdienste wollen.
Neurologische Praxis und MVZ
Ambulante Diagnostik und Langzeitbehandlung
Was die Tätigkeit prägt
Feste Sprechzeiten, eigene Funktionsdiagnostik und langfristige Patientenbeziehungen.
Welche Erfahrung zählt
Breite ambulante Erfahrung und Sicherheit in EEG und Neurographie.
Wer typischerweise passt
Ärztinnen und Ärzte, die aus der Klinik in planbare ambulante Arbeit wechseln wollen.
Vor der Ansprache
Was wir über Ihre Position verstehen wollen, bevor wir jemanden ansprechen
Fünf Fragen klären wir mit Ihnen im ersten Gespräch. Daraus ergibt sich, wen wir ansprechen und was wir im Gespräch betonen.
Warum ist die Position offen?
Ein Weggang, eine neue Stroke Unit oder ein zusätzlicher Reha-Bereich führen zu unterschiedlichen Profilen.
- Ersetzen Sie jemanden oder bauen Sie auf?
- Seit wann ist die Stelle offen?
Welcher Versorgungsauftrag gehört dazu?
Akutneurologie, Frühreha oder ambulante Versorgung verlangen verschiedene Erfahrung.
- Gibt es eine zertifizierte Stroke Unit?
- Welche Krankheitsbilder überwiegen?
Wie sind die Dienste geregelt?
Die Dienstlast ist in der Neurologie der häufigste Grund für Absagen.
- Wie viele Dienste pro Monat?
- Wer ist im Hintergrund erreichbar?
Welche Diagnostik soll die Person beherrschen?
Elektrophysiologie und Ultraschall sind nicht überall Routine.
- EEG, EMG, Neurographie?
- Neurosonografie selbstständig?
Was bieten Sie über das Gehalt hinaus?
Schwerpunkte, Teilzeit und Entwicklung zählen für viele Kandidaten mehr als die Zulage.
- Welche Schwerpunkte kann die Person aufbauen?
- Gibt es eine oberärztliche Perspektive?
Offene Rückmeldung
Wenn Anforderungen die Suche unnötig erschweren, sagen wir Ihnen das, bevor Monate vergehen.
Wir sagen Ihnen offen, wenn eine Anforderung den Kreis geeigneter Ärztinnen und Ärzte stark einschränkt. Drei Beispiele aus der Neurologie:
Akuterfahrung für eine Reha-Stelle
Wer für eine Reha-Klinik viel Stroke-Unit-Erfahrung verlangt, schließt die Kandidaten aus, die bewusst aus der Akutneurologie wechseln wollen.
Volle Dienstlast in Teilzeit
Teilzeit mit unveränderter Dienstzahl wird selten angenommen. Ein angepasstes Dienstmodell erweitert den Kreis deutlich.
Nur Neurologen für eine nervenärztliche Praxis
Wenn auch psychiatrische Patienten versorgt werden, kommen Ärzte mit beiden Erfahrungen oft besser in Frage.
Zahlen zur Berufsgruppe: 51 % der berufstätigen Fachärzte für Neurologie sind Frauen. 16,8 % sind 60 Jahre oder älter, über alle Fächer sind es 23,4 %.
Formaler Rahmen
Bedarfsplanung für Neurologen und Nervenärzte
In der ambulanten Bedarfsplanung bilden Neurologen, Psychiater und Nervenärzte eine gemeinsame Arztgruppe. Für eine Anstellung in Praxis oder MVZ zählt deshalb nicht nur die Neurologie allein.
Gemeinsame Arztgruppe
Neurologen, Psychiater und Nervenärzte werden gemeinsam als Nervenärzte beplant. Sie gehören zur allgemeinen fachärztlichen Versorgung, Planungsbereich ist der Kreis.
Mindestanteile
Für die Arztgruppe der Nervenärzte hat der G-BA Mindestversorgungsanteile für Neurologie und Psychiatrie festgelegt. Sie sind bei Zulassung, Anstellung und Nachbesetzung zu berücksichtigen.
Anstellung in gesperrten Bereichen
Ist ein Planungsbereich gesperrt, ist eine Anstellung nur auf einem vorhandenen Sitz, im Jobsharing mit Leistungsbegrenzung (§ 101 SGB V) oder über Sonderbedarf möglich.
Ermächtigung von Klinikärzten
Krankenhausärzte können vom Zulassungsausschuss für bestimmte ambulante Leistungen ermächtigt werden. Die Ermächtigung ist bedarfsabhängig und zeitlich begrenzt.
Marktdaten & Insights
Der Bewerbermarkt in der Neurologie
Unsere Auswertungen zeigen, wann Ärztinnen und Ärzte wechseln, was sie verdienen wollen und wie schnell sie verfügbar sind.
Der Wechselmarkt in Zahlen
Offene ärztliche Stellen nach Fachrichtung, Region und Karrierestufe aus dem Stellenbestand von Sanovetis.
Auswertung ansehenInsightKandidatenverfügbarkeit
Wie viele Fachärzte für eine Region realistisch erreichbar sind.
Auswertung ansehenInsightGehaltserwartungen
Was Kandidaten heute aufrufen und wie stark die regionalen Unterschiede sind.
Auswertung ansehenInsightWechselbereitschaft
Wann Ärztinnen und Ärzte über einen Wechsel nachdenken und wann nicht.
Auswertung ansehenWas wir konkret tun
Sechs Arbeitsschritte zwischen Ihrer Vakanz und einem unterschriebenen Vertrag.

Position klären
Versorgungsauftrag, Dienstmodell, Diagnostik und Teamstruktur. Daraus entsteht das Profil, nach dem wir suchen.
Zielgruppe festlegen
Akutneurologen, Reha-Neurologen, ambulant tätige Neurologen oder Nervenärzte. Wir legen gemeinsam fest, wen wir ansprechen.
Direkt ansprechen
Wir sprechen Neurologinnen und Neurologen bundesweit direkt an, vor allem auch Klinikärzte, die nicht aktiv suchen.
Vorab prüfen
Akuterfahrung, Diagnostik und Dienstbereitschaft gleichen wir im Gespräch ab, bevor Sie ein Profil erhalten.
Kennenlernen begleiten
Wir organisieren Gespräche und eine Hospitation auf Station oder in der Praxis und geben beiden Seiten offene Rückmeldung.
Bis zum Vertrag
Wir begleiten bis zur Unterschrift. Abgerechnet wird erfolgsbasiert oder als mandatierte Suche.
Häufige Rückfragen
Was Einrichtungen uns zur Neurologie fragen
Warum finden wir keinen Neurologen für die Stroke Unit?
Meist liegt es an der Dienstlast und an fehlender Entlastung im Hintergrund. Viele Neurologen wechseln deshalb in Reha oder Praxis. Wir zeigen Ihnen nach dem ersten Gespräch, welche Stellschraube am meisten bringt.
Können Sie auch Oberärzte für die Neurologie finden?
Ja. Oberärztliche Positionen besetzen wir meist über vertrauliche Direktansprache, weil geeignete Kandidaten selten aktiv suchen.
Vermitteln Sie Neurologen in Reha-Kliniken?
Ja. Gerade für die Frührehabilitation sprechen wir Neurologinnen und Neurologen an, die nach der Akutmedizin bewusst planbarere Strukturen suchen.
Kommt für unsere Praxis auch ein Psychiater oder Nervenarzt in Frage?
Das hängt von Ihren Patienten und vom Sitz ab. Neurologen, Psychiater und Nervenärzte bilden in der Bedarfsplanung eine gemeinsame Gruppe. Wir klären das mit Ihnen vorab.
Bleibt unsere Suche vertraulich?
Ja. Ihre Einrichtung nennen wir erst, wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat ernsthaft interessiert ist und Sie zugestimmt haben.
Wie lange dauert eine Besetzung in der Neurologie?
Das hängt von Region, Dienstmodell und Position ab. Nach dem ersten Gespräch geben wir Ihnen eine realistische Einschätzung.
Was kostet die Vermittlung?
Bei der erfolgsbasierten Vermittlung fällt eine Vermittlungsprovision nur an, wenn eine Festanstellung zustande kommt. Für die mandatierte Suche vereinbaren wir Ablauf und Konditionen vorab schriftlich.
Ansprechpartner
Ihr Ansprechpartner für Einrichtungen
Dr. med. Stefan Walther
Seine fachärztliche Perspektive fließt in die Einordnung medizinischer Profile und in die fachliche Ausrichtung unserer Vermittlung ein. Für Sie bedeutet das: Die Einschätzung zu einem Profil kommt aus einem Haus, das den ärztlichen Alltag aus eigener Anschauung kennt.
Nach dieser ersten Einordnung übernimmt die Beraterin oder der Berater, die den Fachbereich Neurologie dauerhaft betreuen – mit täglichen Gesprächen mit Fach-, Ober- und Chefärztinnen und -ärzten sowie Einrichtungen aus genau diesem Gebiet. Die Zuständigkeit bleibt über den gesamten Prozess dieselbe.
Lassen Sie uns Ihre Vakanz zuerst einordnen.
Im ersten Gespräch geht es nicht um einen Auftrag, sondern um die Frage, wie viele passende Personen es für Ihre Position gibt und was sich am Profil zu verändern lohnt.
Personalbedarf besprechen- Rückmeldung innerhalb eines Werktags
- Erstgespräch etwa 30 Minuten, ohne Verpflichtung
- Auf Wunsch ohne Nennung Ihrer Einrichtung
- +49 781 95380000