Für Einrichtungen · Fachbereich Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Ärztevermittlung Gynäkologie und Geburtshilfe
Ein Perinatalzentrum mit Kreißsaal rund um die Uhr, eine Klinik mit Schwerpunkt operative Gynäkologie und eine gynäkologische Praxis mit Vorsorgeschwerpunkt suchen verschiedene Fachärztinnen und Fachärzte. Wir klären Geburtshilfe, Dienstmodell und Teilzeitmöglichkeiten Ihrer Position, bevor wir jemanden ansprechen.

Ausgangslage
Der Markt, aus dem Sie einstellen
Die Gynäkologie ist ein Fach mit sehr hohem Frauenanteil und einem großen ambulanten Bereich. Teilzeit, Dienstmodell und die Frage nach der Geburtshilfe entscheiden hier häufiger über eine Zusage als in anderen Fächern.
Quelle: Bundesärztekammer, Ärztestatistik zum 31.12.2025, Tabellen 3, 4 und 9.
Profile
Wen wir für gynäkologische Positionen ansprechen
Geburtshilfe, operative Gynäkologie und ambulante Frauenheilkunde sind drei verschiedene Arbeitswelten. Die erste Frage ist deshalb immer, welchen Teil des Fachs Ihre Position abdeckt.
Fachärztin und Facharzt in Klinik mit Geburtshilfe
Für Häuser mit Kreißsaal
Worum es geht
Geburtshilfe, Schwangerenambulanz und gynäkologische Station, mit Diensten im Kreißsaal.
Was das Matching verändert
Die Dienstbelastung im Kreißsaal und die Versorgungsstufe. Ein Perinatalzentrum verlangt andere Erfahrung als eine Geburtsklinik ohne Neonatologie.
Worauf wir achten
Wie sicher die Kandidatin oder der Kandidat in Notfallsituationen der Geburtshilfe ist und ob Dienste mitgetragen werden.
Operative Gynäkologie
Für Kliniken ohne oder mit kleiner Geburtshilfe
Worum es geht
Gynäkologische Operationen, häufig minimalinvasiv, dazu Urogynäkologie oder Brustchirurgie je nach Haus.
Was das Matching verändert
Für viele Fachärztinnen ist eine Stelle ohne Kreißsaaldienste der Grund für einen Wechsel. Entscheidend ist der operative Anteil.
Worauf wir achten
Welche Eingriffe die Person selbstständig durchführt und welches Spektrum sie ausbauen will.
Oberarzt- und Chefarztposition Gynäkologie
Für Kliniken und Zentren, die Leitung besetzen
Worum es geht
Leitung von Kreißsaal, Brustzentrum oder Station, mit Verantwortung für Dienste, Weiterbildung und Zertifizierungen.
Was das Matching verändert
Leitungskandidaten sind fest eingebunden und wechseln nur vertraulich und für eine klare Perspektive.
Worauf wir achten
Welche Zentren und Zertifikate bestehen oder geplant sind und wie viel Gestaltungsraum die Position hat.
Gynäkologische Praxis und MVZ
Für ambulante Einrichtungen
Worum es geht
Vorsorge, Schwangerenbetreuung, Sonografie und Behandlung gynäkologischer Erkrankungen in der Sprechstunde.
Was das Matching verändert
Planbare Zeiten ohne Kreißsaal sind für viele Klinikärztinnen der wichtigste Grund für den Wechsel. Teilzeit ist hier besonders gefragt.
Worauf wir achten
Welche Leistungen die Praxis anbietet, etwa Pränataldiagnostik oder ambulante Operationen, und welche Genehmigungen dafür nötig sind.
Gynäkologische Onkologie
Schwerpunkt für Kliniken und Zentren
Worum es geht
Operative und medikamentöse Behandlung gynäkologischer Tumoren, eng verbunden mit Tumorkonferenzen und Zentrumsstrukturen.
Was das Matching verändert
Fachärztinnen und Fachärzte mit diesem Schwerpunkt sind gezielt anzusprechen. Erfahrung mit großen onkologischen Eingriffen ist entscheidend.
Worauf wir achten
Welche Eingriffe erwartet werden und wie die Zusammenarbeit mit Onkologie und Strahlentherapie organisiert ist.
Kandidatenperspektive
Was Gynäkologinnen und Gynäkologen vor einer Zusage wissen wollen
Diese Fragen hören wir in fast jedem Gespräch. Vor allem Dienstmodell und Teilzeit sollten in der Stellenbeschreibung stehen.
Grundlage sind unsere eigenen Kandidatengespräche. Wir geben sie als Erfahrung wieder, nicht als Statistik.

Gehört Geburtshilfe dazu?
Ob die Stelle Kreißsaaldienste umfasst und wie viele Geburten das Haus im Jahr hat.
Wie sind die Dienste organisiert?
Zahl der Dienste, Präsenz oder Rufbereitschaft und wer im Hintergrund erreichbar ist.
Ist Teilzeit möglich?
Ob reduzierte Stunden auch mit Diensten vereinbar sind und wie viele Kolleginnen bereits in Teilzeit arbeiten.
Welche Versorgungsstufe hat die Geburtshilfe?
Perinatalzentrum, perinataler Schwerpunkt oder Geburtsklinik, und welche Neonatologie im Haus ist.
Wie groß ist der operative Anteil?
Welche Eingriffe ich selbst durchführe und ob minimalinvasive Verfahren dazugehören.
Gibt es zertifizierte Zentren?
Etwa Brustzentrum oder gynäkologisches Krebszentrum, und welche Rolle ich dort hätte.
Wie ist das Team aufgestellt?
Zahl der Fachärztinnen und Fachärzte, Hebammenteam und Zusammenarbeit mit der Anästhesie.
Wie sieht die Sprechstunde in der Praxis aus?
Patientinnenzahl pro Tag, Ultraschallausstattung und Schwerpunkte der Praxis.

Einrichtungstyp
Kreißsaal, OP oder Sprechstunde: der Rahmen entscheidet
Dieselbe Fachärztin passt in eine Praxis mit Vorsorgeschwerpunkt und nicht in ein Perinatalzentrum, oder umgekehrt. Wir suchen nach dem Umfeld, in dem sie arbeiten wird.
Perinatalzentrum und große Geburtshilfe
Hohe Geburtenzahl, Risikoschwangerschaften
Was die Tätigkeit prägt
Betreuung von Risikoschwangerschaften und Frühgeburten in enger Abstimmung mit der Neonatologie, mit Diensten rund um die Uhr.
Welche Erfahrung zählt
Erfahrung in der Risikogeburtshilfe und Sicherheit in geburtshilflichen Notfällen.
Wer typischerweise passt
Geburtshelferinnen und Geburtshelfer, die Spitzenmedizin und Dienste nicht scheuen.
Gynäkologie in der Grund- und Regelversorgung
Kleinere Geburtshilfe und gynäkologische Station
Was die Tätigkeit prägt
Breites Spektrum mit viel Eigenverantwortung und kurzen Wegen.
Welche Erfahrung zählt
Breite operative und geburtshilfliche Erfahrung.
Wer typischerweise passt
Fachärztinnen und Fachärzte, die breit arbeiten und Verantwortung übernehmen wollen.
Gynäkologische Praxis und MVZ
Ambulante Frauenheilkunde
Was die Tätigkeit prägt
Feste Sprechzeiten, Vorsorge, Sonografie und Schwangerenbetreuung.
Welche Erfahrung zählt
Routine in der ambulanten Sonografie und in der Vorsorge.
Wer typischerweise passt
Ärztinnen und Ärzte, die planbar und ohne Kreißsaaldienste arbeiten wollen.
Vor der Ansprache
Was wir über Ihre Position verstehen wollen, bevor wir jemanden ansprechen
Fünf Fragen klären wir im ersten Gespräch. Danach wissen wir, ob wir Geburtshelfer, Operateure oder ambulant tätige Gynäkologinnen ansprechen.
Warum ist die Position offen?
Weggang, mehr Geburten oder ein neues Zentrum führen zu verschiedenen Profilen.
- Ersetzen Sie jemanden oder bauen Sie auf?
- Seit wann ist die Stelle offen?
Welchen Teil des Fachs deckt die Stelle ab?
Geburtshilfe, Operationen oder Sprechstunde verändern den Kandidatenkreis vollständig.
- Gehören Kreißsaaldienste dazu?
- Welche Eingriffe sind gefordert?
Wie sind Dienste und Teilzeit geregelt?
In der Gynäkologie entscheidet das häufiger als das Gehalt.
- Wie viele Dienste pro Monat?
- Ist Teilzeit mit Diensten möglich?
Welche Strukturen gibt es?
Versorgungsstufe und Zentren sind Argumente im Gespräch.
- Welche Versorgungsstufe hat Ihre Geburtshilfe?
- Gibt es zertifizierte Zentren?
Was bieten Sie über das Gehalt hinaus?
Schwerpunkte, Fortbildung und Perspektive zählen.
- Welche Schwerpunkte kann die Person aufbauen?
- Gibt es eine oberärztliche Perspektive?
Offene Rückmeldung
Wenn Anforderungen die Suche unnötig erschweren, sagen wir Ihnen das, bevor Monate vergehen.
Wir sagen Ihnen offen, wenn eine Anforderung den Kreis geeigneter Ärztinnen und Ärzte stark einschränkt. Drei Beispiele aus der Gynäkologie und Geburtshilfe:
Vollzeit mit voller Dienstlast
Viele Fachärztinnen suchen Teilzeit. Eine Stelle, die nur in Vollzeit mit vollem Dienstplan möglich ist, schließt einen großen Teil des Marktes aus.
Kreißsaal für eine Operateurin
Wer für eine operative Stelle zusätzlich Kreißsaaldienste verlangt, verliert die Kandidatinnen, die genau davon weg wollen.
Alle Schwerpunkte in einer Person
Pränataldiagnostik, Onkochirurgie und Urogynäkologie zugleich finden sich selten. Eine klare Kernkompetenz reicht oft.
Zahlen zur Berufsgruppe: Von den ambulant tätigen Fachärzten für Frauenheilkunde sind 32 % angestellt (3.883 von 12.246). 29,3 % aller berufstätigen sind 60 Jahre oder älter, über alle Fächer sind es 23,4 %.
Formaler Rahmen
Bedarfsplanung und Versorgungsstufen
Ambulant gehören Frauenärzte zur allgemeinen fachärztlichen Versorgung. Für die Geburtshilfe im Krankenhaus gelten eigene Qualitätsvorgaben des G-BA.
Planungsbereich Kreis
Frauenärzte gehören zur allgemeinen fachärztlichen Versorgung. Geplant wird auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte.
Anstellung in gesperrten Bereichen
Ist ein Planungsbereich gesperrt, ist eine Anstellung nur auf einem vorhandenen Sitz, im Jobsharing mit Leistungsbegrenzung (§ 101 SGB V) oder über Sonderbedarf möglich.
Versorgungsstufen der Geburtshilfe
Die Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene des G-BA teilt Geburtskliniken in Versorgungsstufen ein, vom Perinatalzentrum bis zur Geburtsklinik. Daraus ergeben sich Anforderungen an die ärztliche Besetzung.
MVZ und ärztliche Leitung
Ein MVZ braucht eine ärztliche Leitung, die dort selbst tätig ist und in medizinischen Fragen weisungsfrei entscheidet (§ 95 Abs. 1 SGB V).
Marktdaten & Insights
Der Bewerbermarkt in der Gynäkologie und Geburtshilfe
Unsere Auswertungen zeigen, wann Ärztinnen und Ärzte wechseln, was sie verdienen wollen und wie schnell sie verfügbar sind.

Der Wechselmarkt in Zahlen
Offene ärztliche Stellen nach Fachrichtung, Region und Karrierestufe aus dem Stellenbestand von Sanovetis.
Auswertung ansehenInsightKandidatenverfügbarkeit
Wie viele Fachärzte für eine Region realistisch erreichbar sind.
Auswertung ansehenInsightGehaltserwartungen
Was Kandidaten heute aufrufen und wie stark die regionalen Unterschiede sind.
Auswertung ansehenInsightWechselbereitschaft
Wann Ärztinnen und Ärzte über einen Wechsel nachdenken und wann nicht.
Auswertung ansehenZusammenarbeit
Was wir konkret tun
Sechs Arbeitsschritte zwischen Ihrer Vakanz und einem unterschriebenen Vertrag.

Position klären
Geburtshilfe, operativer Anteil, Dienstmodell und Teilzeit. Daraus entsteht das Profil, nach dem wir suchen.
Zielgruppe festlegen
Geburtshelferinnen, Operateure, ambulant tätige Gynäkologinnen oder onkologisch spezialisierte Fachärzte. Wir legen gemeinsam fest, wen wir ansprechen.
Direkt ansprechen
Wir sprechen Fachärztinnen und Fachärzte bundesweit direkt an, auch solche, die nicht aktiv suchen.
Vorab prüfen
Geburtshilfliche und operative Erfahrung, Dienstbereitschaft und Teilzeitwunsch gleichen wir ab, bevor Sie ein Profil erhalten.
Kennenlernen begleiten
Wir organisieren Gespräche und eine Hospitation in Kreißsaal, OP oder Praxis und geben beiden Seiten offene Rückmeldung.
Bis zum Vertrag
Wir begleiten bis zur Unterschrift. Abgerechnet wird erfolgsbasiert oder als mandatierte Suche.
Häufige Rückfragen
Was Einrichtungen uns zur Gynäkologie und Geburtshilfe fragen
Warum finden wir keine Fachärztin für die Geburtshilfe?
Häufig an Dienstlast und fehlenden Teilzeitmodellen. Viele Fachärztinnen wechseln deshalb in die Praxis oder in operative Stellen ohne Kreißsaal. Wir zeigen Ihnen, wo Sie ansetzen können.
Finden Sie auch Fachärzte für die operative Gynäkologie?
Ja. Wir sprechen gezielt Fachärztinnen und Fachärzte an, die die geforderten Eingriffe selbst durchführen, und prüfen das im Gespräch.
Ist Teilzeit in der Klinik ein Nachteil für die Suche?
Im Gegenteil. Teilzeitmodelle erweitern den Kreis der Kandidatinnen in der Gynäkologie deutlich, wenn das Dienstmodell dazu passt.
Vermitteln Sie auch in Praxen und MVZ?
Ja, in Festanstellung. Wir klären vorab, welche Leistungen die Praxis anbietet und welche Erfahrung dafür nötig ist.
Bleibt unsere Suche vertraulich?
Ja. Ihre Einrichtung nennen wir erst, wenn eine Kandidatin oder ein Kandidat ernsthaft interessiert ist und Sie zugestimmt haben.
Wie lange dauert eine Besetzung in der Gynäkologie?
Das hängt von Region, Geburtshilfe und Dienstmodell ab. Nach dem ersten Gespräch geben wir Ihnen eine realistische Einschätzung.
Was kostet die Vermittlung?
Bei der erfolgsbasierten Vermittlung fällt eine Vermittlungsprovision nur an, wenn eine Festanstellung zustande kommt. Für die mandatierte Suche vereinbaren wir Ablauf und Konditionen vorab schriftlich.
Ansprechpartner
Ihr Ansprechpartner für Einrichtungen
Dr. med. Stefan Walther
Seine fachärztliche Perspektive fließt in die Einordnung medizinischer Profile und in die fachliche Ausrichtung unserer Vermittlung ein. Für Sie bedeutet das: Die Einschätzung zu einem Profil kommt aus einem Haus, das den ärztlichen Alltag aus eigener Anschauung kennt.
Nach dieser ersten Einordnung übernimmt die Beraterin oder der Berater, die den Fachbereich Frauenheilkunde und Geburtshilfe dauerhaft betreuen – mit täglichen Gesprächen mit Fach-, Ober- und Chefärztinnen und -ärzten sowie Einrichtungen aus genau diesem Gebiet. Die Zuständigkeit bleibt über den gesamten Prozess dieselbe.
Lassen Sie uns Ihre Vakanz zuerst einordnen.
Im ersten Gespräch geht es nicht um einen Auftrag, sondern um die Frage, wie viele passende Personen es für Ihre Position gibt und was sich am Profil zu verändern lohnt.
Personalbedarf besprechen- Rückmeldung innerhalb eines Werktags
- Erstgespräch etwa 30 Minuten, ohne Verpflichtung
- Auf Wunsch ohne Nennung Ihrer Einrichtung
- +49 781 95380000