Sanovetis Care+

Integration neuer Ärztinnen und Ärzte professionell begleiten

Care+ unterstützt medizinische Einrichtungen nach einer erfolgreichen Vermittlung in der frühen Integrationsphase – mit strukturierten Gesprächen, einer neutralen externen Perspektive und Unterstützung bei Kommunikation und Konfliktprävention.

Erstgespräch nach jeder erfolgreichen Sanovetis-Vermittlung inklusive · online oder vor Ort · ohne Verpflichtung zu weiteren Terminen

Ärztin im Gespräch mit einer Entscheiderin auf dem Klinikflur
Definition

Was ist Sanovetis Care+?

Care+ ist das Begleitangebot von Sanovetis nach einer erfolgreichen Ärztevermittlung. Es ergänzt bestehende Onboarding- und Führungsprozesse durch strukturierte Gespräche und eine externe Perspektive in der Integrationsphase. Im Mittelpunkt stehen Kommunikation, Zusammenarbeit und die frühzeitige Bearbeitung möglicher Spannungen.

  • 01

    Ein arbeitsbezogenes Begleitangebot

    Care+ arbeitet mit Gesprächen über Zusammenarbeit, Rollen, Erwartungen und Kommunikation im beruflichen Kontext. Es ist keine Behandlung und keine Therapie.

  • 02

    Nach der Vermittlung, nicht davor

    Care+ beginnt, wenn die neue Ärztin oder der neue Arzt die Stelle antritt. Die Auswahl selbst ist damit abgeschlossen – es geht um das Ankommen.

  • 03

    Ergänzend, nicht ersetzend

    Interne Einarbeitung, Führung und Personalarbeit bleiben unverändert bei der Einrichtung. Care+ kommt als zusätzlicher Gesprächsrahmen dazu.

  • 04

    Freiwillig für alle Beteiligten

    Niemand muss an einem Care+-Gespräch teilnehmen. Der Nutzen entsteht aus der Freiwilligkeit – deshalb wird die Teilnahme vorab abgestimmt.

Zwei Kolleginnen besprechen gemeinsam Unterlagen am Bildschirm
Integrationsphase

Ein guter Vertragsabschluss ist erst der Anfang

Wer neu in eine Einrichtung kommt, findet sich in kurzer Zeit in sehr unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig zurecht: in Teamstrukturen und Abläufen, in einem bestimmten Führungsstil, in Verantwortlichkeiten und Kommunikationswegen, im Dienstsystem, in medizinischen Standards, in ausgesprochenen und unausgesprochenen Erwartungen sowie in gewachsenen Teamdynamiken.

Fachliche Eignung ist zu diesem Zeitpunkt geprüft. Was in den ersten Monaten hinzukommt, ist das Zusammenspiel – und dafür gibt es im Klinik- und Praxisalltag selten einen eigenen Rahmen. Care+ schafft diesen Rahmen, ohne bestehende Prozesse zu ersetzen.

Care+ macht keine Aussage darüber, wie eine Integration ausgeht. Es stellt Zeit und Struktur zur Verfügung, um früh darüber zu sprechen.

Anwendungsfälle

Wann Care+ besonders hilfreich sein kann

Care+ ist kein Angebot für Problemfälle. Es ist in Situationen sinnvoll, in denen eine Besetzung mehr erfordert als fachliche Einarbeitung.

Neue Oberarzt- oder Leitungsrolle

Wenn neben der fachlichen Einarbeitung erstmals oder erweitert Führungsverantwortung übernommen wird.

Anspruchsvolle Teamstruktur

Wenn unterschiedliche Erwartungen, Rollenverständnisse oder Arbeitsweisen aufeinandertreffen.

Führungswechsel

Wenn eine neue Ärztin oder ein neuer Arzt in gewachsene Strukturen hineinführt.

Hohe Veränderungsdynamik

Wenn parallel zur Besetzung organisatorische Veränderungen laufen – etwa Umstrukturierungen oder Standortwechsel.

Früh erkennbare Spannungen

Wenn Kommunikation oder Zusammenarbeit bereits in den ersten Wochen spürbar schwierig werden.

Wichtige Schlüsselbesetzung

Wenn die Einrichtung eine besonders strukturierte Begleitung der Integrationsphase wünscht.

Zwei Einsatzebenen

Prävention und Unterstützung bei Spannungen

Care+ wird nicht erst gebucht, wenn etwas nicht funktioniert. Beide Ebenen sind gleichwertig – die meisten Einrichtungen starten präventiv.

Ebene 1 · Prävention

Bevor etwas schwierig wird

  • Erwartungen auf beiden Seiten früh aussprechen
  • Rollen und Zuständigkeiten gemeinsam reflektieren
  • Kommunikationswege im Team strukturieren
  • Den Integrationsprozess bewusst begleiten statt nebenher laufen zu lassen
Ebene 2 · Unterstützung

Wenn Spannungen auftreten

  • Schwierige Themen früh und geordnet ansprechen
  • Eine neutrale Gesprächssituation schaffen
  • Unterschiedliche Perspektiven nebeneinander sichtbar machen
  • Nächste Schritte konkretisieren und verbindlich festhalten
Entlastung und externe Perspektive

Führungskräfte müssen Integrationsfragen nicht allein auffangen

Chefärztinnen, Praxisinhaber und medizinische Führungskräfte tragen die Verantwortung für Integration – und haben im Alltag oft wenig Zeit für ausführliche Reflexionsgespräche, Erwartungsklärung oder das wiederholte Vermitteln zwischen Perspektiven. Care+ übernimmt diese Verantwortung nicht, kann aber einen zusätzlichen Gesprächsrahmen dafür schaffen.

Zeit, die sonst fehltEin Gespräch, das terminiert und vorbereitet ist, findet statt – auch in Wochen, in denen der Dienstplan keinen Raum dafür lässt.
Neutralität von außenEine Person ohne eigene Rolle im Haus ist an keiner internen Linie beteiligt und hat kein Interesse an einem bestimmten Ausgang.
Andere Fragen möglichGegenüber einer externen Person lassen sich Dinge früher ansprechen als gegenüber der direkten Führungskraft.
Sichtweisen sichtbar machenUnterschiedliche Wahrnehmungen derselben Situation können nebeneinandergestellt werden, ohne dass eine davon bewertet wird.
Struktur im GesprächThemen werden geordnet, priorisiert und in konkrete nächste Schritte übersetzt.
Kein Eingriff in FührungEntscheidungen über Aufgaben, Einsatz und Zusammenarbeit bleiben vollständig bei der Einrichtung.
Ablauf

So läuft Care+ ab

Sechs Schritte, von denen die ersten drei nach jeder erfolgreichen Vermittlung möglich sind. Alles Weitere entscheidet die Einrichtung.

  • 01

    Erfolgreiche Vermittlung

    Die neue Ärztin oder der neue Arzt tritt die Stelle an. Damit ist Care+ für diese Besetzung verfügbar.

  • 02

    Begleitung abstimmen

    Wir klären mit Ihnen, welches Format sinnvoll ist, wer teilnimmt und ob das Gespräch online oder vor Ort stattfindet.

  • 03

    Erstgespräch

    Erwartungen, Zusammenarbeit und die aktuelle Situation werden strukturiert reflektiert. Dieser Termin ist inklusive.

  • 04

    Themen einordnen

    Unterstützungsbedarfe oder mögliche Spannungsfelder werden benannt und in eine Reihenfolge gebracht.

  • 05

    Weitere Begleitung bei Bedarf

    Zusätzliche Gespräche oder eine moderierte Gesprächssituation – nur, wenn Sie das ausdrücklich beauftragen.

  • 06

    Abschluss und nächste Schritte

    Eine kurze Einschätzung zum weiteren Vorgehen, abgestimmt mit den Beteiligten.

Formate

Welche Formate Care+ bietet

Vier Gesprächsformate. Welches passt, wird vor dem ersten Termin gemeinsam festgelegt.

Integrations- und Reflexionsgespräch

Einzelgespräch mit der neuen Ärztin oder dem neuen Arzt. Thema sind Erwartungen, Zusammenarbeit im Team und die eigene Einschätzung der ersten Wochen.

Zweck
Reflexion und Orientierung
Teilnehmer
Neue Ärztin / neuer Arzt
Dauer
1–2 Stunden
Ort
Online oder vor Ort

Führungskräftegespräch

Gespräch mit Chefarzt, Praxisinhaberin oder Leitung. Die Integrationssituation wird aus Führungssicht eingeordnet, offene Fragen werden sortiert.

Zweck
Einordnung und Entlastung
Teilnehmer
Führungskraft
Dauer
1–2 Stunden
Ort
Online oder vor Ort

Moderiertes Gespräch zu zweit oder im Team

Neutral moderierte Gesprächssituation, wenn unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Auch als Konfliktmoderation, wenn Spannungen bereits benannt sind.

Zweck
Perspektiven klären, Schritte festlegen
Teilnehmer
Zwei Personen oder Team
Dauer
2–3 Stunden
Ort
In der Regel vor Ort

Follow-up-Gespräch

Kurzer Folgetermin nach einigen Wochen. Es wird eingeordnet, wie sich die Situation entwickelt hat und was als Nächstes ansteht.

Zweck
Entwicklung einordnen
Teilnehmer
Nach Absprache
Dauer
45–60 Minuten
Ort
Meist online
Umfang

Was inklusive ist – und was darüber hinaus möglich ist

Care+ hat eine feste Inklusivleistung und keine Paketbindung. Alles Weitere wird einzeln abgestimmt und beauftragt.

Inklusive

Das Erstgespräch

  • Ein Erstgespräch nach jeder erfolgreichen Sanovetis-Vermittlung
  • Dauer 1–2 Stunden, online oder vor Ort
  • Format und Teilnehmerkreis werden vorab abgestimmt
  • Abrufbar innerhalb der ersten sechs Monate nach Stellenantritt
  • Keine Verpflichtung, weitere Termine zu buchen

Das Erstgespräch muss aktiv angefragt werden. Es findet nicht automatisch statt.

Darüber hinaus

Weitere Begleitung

  • Zusätzliche Reflexions- oder Führungskräftegespräche
  • Moderierte Gespräche zu zweit oder im Team
  • Follow-up-Termine im Abstand einiger Wochen
  • Begleitung über die ersten sechs Monate hinaus

Umfang, Konditionen und etwaige Anfahrtskosten werden vor der Beauftragung schriftlich festgehalten. Es entstehen keine Kosten ohne vorherige Zustimmung.

Wer Sie begleitet

Wer die Gespräche führt

Sonja Heck, Ansprechpartnerin für Sanovetis Care+

Sonja Heck

HR Management · Sanovetis

Sonja Heck verantwortet bei Sanovetis den Bereich HR Management und betreut den Fachbereich Neurologie. Sie führt die Care+-Gespräche und ist Ansprechpartnerin für Einrichtungen, die eine Begleitung der Integrationsphase wünschen.

Aus der täglichen Arbeit mit Kliniken, MVZ und Praxen kennt sie beide Seiten einer Besetzung: die Erwartungen der Einrichtung und die Perspektive der Ärztinnen und Ärzte, die neu anfangen. Genau diese Doppelperspektive ist der Kern von Care+.

Care+ ist ein arbeitsbezogenes Gesprächsangebot. Es umfasst keine Diagnostik, keine Behandlung und keine therapeutische Leistung.

Abgrenzung

Was Care+ ausdrücklich nicht ist

Diese Grenzen sind bewusst gesetzt. Sie machen nachvollziehbar, wofür Care+ geeignet ist – und wofür andere Stellen zuständig bleiben.

Keine Psychotherapie

Care+ ist kein psychotherapeutisches Angebot und ersetzt keine psychotherapeutische oder medizinische Behandlung. Wenn im Gespräch deutlich wird, dass eine solche Unterstützung angezeigt sein könnte, weisen wir darauf hin – mehr nicht.

Keine arbeitsrechtliche Beratung

Arbeitsrechtliche Fragen – Verträge, Abmahnungen, Kündigungen, Mitbestimmung – gehören zu entsprechend qualifizierten Stellen und werden in Care+-Gesprächen nicht beantwortet.

Keine Führungsauslagerung

Care+ übernimmt keine Führungsverantwortung, trifft keine Personalentscheidungen und gibt keine Beurteilungen ab. Die Verantwortung bleibt vollständig in der Einrichtung.

Keine Garantie für Mitarbeiterbindung

Care+ kann eine Integration unterstützen. Ob eine Ärztin oder ein Arzt langfristig bleibt, hängt von vielen Faktoren ab, die außerhalb dieser Gespräche liegen. Wir sagen das Ergebnis nicht zu.

Kein Ersatz für internes Onboarding

Einarbeitungspläne, Mentoring, Dienstplanung und fachliche Anleitung bleiben Aufgabe der Einrichtung. Care+ setzt darauf auf, statt es zu ersetzen.

Kein Krisendienst

Care+ arbeitet mit terminierten Gesprächen. Bei akuten Notlagen sind die dafür vorgesehenen Stellen zuständig – Care+ ist dafür weder gedacht noch geeignet.

Vertraulichkeit und Rollen

Was aus den Gesprächen nach außen dringt

Care+ berührt Aussagen von Mitarbeitenden und Führungskräften. Deshalb ist vorab geklärt, wer Auftraggeberin ist, wer teilnimmt und was zurückgemeldet wird.

Inhalte bleiben im GesprächWas einzelne Personen sagen, wird nicht an die Einrichtung weitergegeben. Es gibt keine Protokolle und keine Wiedergabe einzelner Äußerungen.
Zurückgemeldet werden nächste SchritteDie Einrichtung erhält eine Einschätzung zum weiteren Vorgehen – ob eine Fortsetzung sinnvoll erscheint und in welchem Format. Keine Inhalte, keine Bewertung von Personen.
Auftraggeberin ist die EinrichtungDie Einrichtung beauftragt Care+ und trägt die Kosten. Das ändert nichts daran, dass Gesprächsinhalte vertraulich bleiben – dieser Punkt wird zu Beginn jedes Gesprächs offengelegt.
Teilnahme ist freiwilligNiemand wird zu einem Gespräch verpflichtet. Wer nicht teilnehmen möchte, muss das nicht begründen.
Keine Weitergabe an DritteGesprächsinhalte werden nicht an andere Einrichtungen, Bewerberprofile od